Es gibt eine große Anzahl von Schreibprogrammen und als (angehender) Autor fragt man sich, welche davon am besten für das eigene Vorhaben geeignet ist. Viele starten erst einmal mit dem, was auf den eigenen Rechner vorhanden ist. Das ist einfach und auch am günstigsten. So kann man zu Beginn erst einmal seine Zehen ins Wasser tauchen und das mit dem Schreiben ausprobieren, ohne sich in Unkosten zu stürzen.

Irgendwann kommt unweigerlich der Punkt, an dem man sich fragt, ob es nicht was besseres gibt. Etwas, was das Schreiben und die Organisation des Materials (Quellen, Recherche, usw.) einfacher macht.

Als Sachbuchautor ist dies aber auch der Punkt, an dem sich der eigene Weg von dem der Romanautoren trennt. Es gibt noch Gemeinsamkeiten, aber der größte Unterschied ist das Layout und die Struktur, die bei einem Sachbuch gewünscht ist. Bilder müssen frei platziert werden, auch so das sie vom Text unregelmäßig umflossen werden. Visuelle Elemente sollen die Seite auflockern, die Informationen sollen modern und peppig präsentiert werden. Verzichtet man darauf, sieht ein Buch nicht zeitgemäß aus, ein Abturner der den interessierten Käufer das Buch gleich wieder aus der Hand fallen lässt.

Zu den Gemeinsamkeiten gehört eine Rechtschreibkorrektur, eine Grammatik-Unterstützung durch einen integrierten Duden, eine Stilanalyse für den Text, einen Thersaurus und eine Recherche Datenbank mit einstellbarer Zitatfunktion. Idealerweise sollte dies alles zusammen in der Schreibsoftware integriert sein.

Die Recherche-Software kann bei manchen Programmen extern eingebunden werden, beispielsweise wird Zotero oft unterstützt, aber hier liegt der Teufel gerne im Detail. Wird bei der Recherche für die eigenen Bücher mehr auf das korrekte Zitieren wert gelegt, oder auf eine Referenz-Datenbank, um beispielsweise Websites zu archivieren und als Quelle zu verknüpfen? Hier muss man für die Art Sachbücher die man schreibt erstmal die beste Kombination aus Software finden, die das eigene Arbeiten unterstützt und nicht behindert.

Schreibsoftware gibt es mittlerweile für alle Betriebssysteme, die Liste ist lang. Hier eine Auswahl:

  • Microsoft Office
  • Softmaker Office
  • Libre Office/Open Office
  • Papyrus Autor
  • Patchwork
  • Scrivener
  • Ulysses
  • Drama Queen
  • Jutoh
  • ZenWriter
  • Pages
  • iBooks Author
  • PageFour
  • Affinity Publisher
  • Indesign

Manche davon sind für die Büroarbeit gedacht, andere haben Merkmale, die sie für das Schreiben von (Sach-)Büchern besonders geeignet machen.

Ich spare mir hier eine Analyse der Features, das ändert sich sowieso alles viel zu schnell. Die eigenen Gegebenheiten bzgl. Betriebssystem, Preisvorstellung und Anspruch sind so individuell, dass ich niemanden etwas empfehlen kann und möchte.

Was ich aber empfehle ist eine genaue Analyse der eigenen Bedürfnisse und Anforderungen, die das eigene Sachbuch stellt. Auch die Exportfunktionen in eBook-Formate (epub, mobi, etc.) müssen überdacht und ausprobiert werden, bevor man sich für eine Software entscheidet.

Überlegen Sie auch, ob eine Kombination zweier Programme mehr Sinn macht, statt mehrere Jahre nach der einen perfekten Software zu suchen. Ich verwende, je nach Bedarf, auch gerne mal eine Kombination aus Scrivener, Softmaker Office und Affinity Publisher. Es kommt auch darauf an, für welches Format ich das Buch primär schreibe, E-Book oder Print.

Am wichtigsten ist aber die Möglichkeit, auch nach 10 oder mehr Jahren, noch auf die eigenen Texte zugreifen zu können. Bei einfachen Texten reicht ein Export als reine ASCII-Datei. Solch eine TXT-Datei lässt sich, auch bei einem Wechsel von Windows zu Macintosh, immer öffnen. Anspruchsvollere Texte und ganze Bücher exportiere ich immer auch in das PDF-Format, um diese auch noch in ferner Zukunft öffnen zu können.

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