Autoren veröffentlichen ihr Buch häufig unter einem Pseudonym. Der Künstlername wird dabei aus verschiedenen Gründen gewählt:

  • Der Beruf des Autors passt nicht zu dem Genre des Buches.
  • Der bürgerliche Name des Autors soll nicht mit dem Inhalt des Buches in Verbindung gebracht werden.
  • Der Name ist nicht geeignet oder wohlklingend.
  • Der Name ist einem schon bekannten Autor zu ähnlich.
  • Der Autor schreibt schon für ein anderes Genre und die neue Buchreihe passt nicht mit dem alten Buchgenre zusammen.
  • Der Autor hat nicht genug Selbstvertrauen.
  • Der Autor möchte keine Öffentlichkeit und sein Privatleben soll privat bleiben.
  • Ihre bisherigen Aktivitäten in den sozialen Netzwerken soll nicht mit Ihrem Buch in Zusammenhang gebracht werden.
  • Der Autor möchte seine Identität verschleiern.

Die Verwendung eines Künstlernamens ist recht geläufig und wird schon seit Urzeiten gemacht. Beispielsweise wurde die Ilias (das Epos über den trojanischen Krieg) und die Odyssee (die Irrfahrten des Odysseus) unter einem Pseudonym geschrieben.

Ob im Selfpublishing, oder bei einem Verlagsbuch, ein Pseudonym können Sie frei wählen. Solange es keine Ähnlichkeit mit einem bekannten Autor hat. Ein Verlag kann bei der Wahl des Pseudonyms helfen und auf einen einmaligen Namen achten, der auch für das Marketing geeignet ist.

Sobald Ihr Buch veröffentlicht ist, können Sie Ihr Pseudonym in ihrem Ausweis eintragen lassen. Nehmen Sie dafür Ihr Buch, am besten enthält es Ihr Autorenfoto, mit auf das Meldeamt. Alternativ, wenn kein Foto enthalten ist, hilft Ihnen ein Brief des Verlags weiter, der den Zusammenhang zwischen Ihrer Person und dem Pseudonym klar macht.

Sobald Ihr Pseudonym in Ihrem Ausweis eingetragen ist, können Sie damit auch im öffentlichen Leben ihre Pseudo-Identität nachweisen. Beispielsweise bei der Entgegennahme von Paketen und Einschreiben, die an Ihr Pseudonym adressiert sind. Von diesem Zeitpunkt an können Sie ihr Pseudonym bei allen Verträgen und Geschäften verwenden, nur gegenüber dem Staat müssen Sie weiterhin ihren bürgerlichen Namen verwenden.

Achten Sie bei der Verwendung eines Pseudonyms darauf, das Ihre Autoren-Website der Impressumspflicht unterliegt. Die Bestimmungen dafür sind ein Kapitel für sich, aber kurz gesagt muss das Impressum vorhanden sein und mehrere Pflichtangaben enthalten, unter anderem eine ladungsfähige Adresse unter der Sie zeitnah erreicht werden können. Hier dreht man sich allerdings oft zu Beginn der Karriere als Autor im Kreis. Um das Pseudonym eintragen zu lassen, muss man als Autor erst bekannt werden. Um bekannt zu werden, muss man unter dem Pseudonym Marketing betreiben. Um Marketing zu betreiben, benötigt man schon eine Internet-Seite, die den Künstlernamen verwendet. Auf der Website möchte man aber nicht seinen bürgerlichen Namen im Impressum stehen haben ...

Die Lösung brachte ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes im Jahr 1996, dass die Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten ausreichend sein kann. So können Verlage und Literaturagenten mit ihrer Adresse als Kontakt dienen und so die Anonymität des Autors sicherstellen. Wenn sich bei Ihnen diese Möglichkeit nicht bietet, gibt es auch Dienstleister, die gegen Gebühr als Zustellungsservice für Autoren im Selfpublishing genutzt werden können.

Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung eines Gewerbes, das man anmeldet und so als ladungsfähige Adresse verwenden kann. Dies bietet allerdings einige Nachteile und ist für eine Tätigkeit als Autor auch die komplizierteste und aufwendigste Variante.

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